Netzrochen schwimmt über den Sand.

Gefleckt, elegant, riesig – Wenn der Netz‑Rochen durchs Lighthouse zieht

Kein Tauchgang, wie jeder andere

Es ist einer dieser Tauchgänge, bei denen du eigentlich nichts erwartest. Schnell mal ins Wasser, einfach abtauchen.

Nicht am Hausriff direkt – diesmal geht es ein paar Minuten Richtung Dahab‑Zentrum, zum Lighthouse Reef. Ein Spot, der bekannt ist für alles und nichts – manchmal ruhig, manchmal voller Leben.

Du gleitest über das Plateau, die Sonne malt helle Muster auf den Sand.

Und dann: Schatten. Beweglich, ruhig. Du brauchst ein paar Sekunden, bis dein Kopf begreift, was deine Augen längst gesehen haben.

Ein Netz‑Rochen – majestätisch und geheimnisvoll.

Er gleitet keine zwei Meter unter dir entlang. Ein Riese, bedeckt mit einem feinen Netz aus Punkten. Langsam, würdevoll. Fast wie in Zeitlupe.

Und du? Du vergisst alles um dich herum.

Die Magie der ruhigen Begegnung

Es ist nicht die Größe, die dich beeindruckt. Auch nicht die Spannweite oder das feine Muster.

Es ist die Ruhe dieses Rochens, diese gelassene Bewegung. Als gehöre ihm das Meer – und jeder, der es betritt, müsse sich erst einmal vorstellen.

Du bleibst stehen. Oder schwebst, besser gesagt. Und du hoffst, dass dieser Moment nie endet.

Der Rochen zieht weiter. Du folgst nicht. Weil du weißt: Das hier war ein Geschenk.

Was macht den Netz‑Rochen so besonders?

Der Netz‑Rochen (Reticulate Whipray, Himantura uarnak) ist ein großer, scheuer Geselle mit einem auffällig netzförmigen Punktmuster auf dem Rücken, das bei Alttieren dicht gedrängte, dunkle Flecken auf hellem Hintergrund formt.

Er legt sich tagsüber oft auf den Meeresboden und ruht dort reglos, manchmal sogar im Sand eingegraben. Als Bodenräuber ernährt er sich vor allem von wirbellosen Bodenbewohnern und kleinen Knochenfischen.

Mit einer Flügelspannweite bis zu 2 m und einem extrem langen, fadenförmigen Schwanz (meist 3–3,5 × Disk-Breite), ausgestattet mit einem Stachel, ist er eine beeindruckende Erscheinung.

So verhältst du dich richtig beim Netz‑Rochen

  • Schwebe über ihm, aber bleib ruhig und respektvoll. Er braucht Platz.
  • Keine hektischen Flossenschläge. Ruhe fördert die Begegnung.
  • Genieße die Distanz. Als eher bodengebundener Einzelgänger ist er kein geselliger Schwimmer.

Warum das Lighthouse Reef trotzdem ein Lieblingsplatz ist

Unser eigenes Hausriff am Happy Life Village ist wunderschön. Triple Pools, Golden Blocks und das Lagona Divers Hausriff bieten traumhafte Einstiege, bunte Korallen und tolle Bedingungen – direkt vor der Tür.

Aber manchmal fahren wir bewusst ein paar Minuten weiter: zum Lighthouse Reef im Herzen von Dahab.

Nicht, weil es besser ist. Sondern weil es anders ist.

Und weil genau dort Begegnungen wie mit dem Netz‑Rochen möglich sind – still, unerwartet, eindrucksvoll.

Wir sind oft dort. Und nehmen dich natürlich mit, wenn du Lust hast.

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Unsere Empfehlung

Wenn du in Dahab bist: Mach’s wie der Netz‑Rochen.

Geh es ruhig an. Tauch ohne Druck. Und schau genau hin – oft liegt das größte Erlebnis gar nicht weit weg.

Wir sehen uns unter Wasser.

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Faktenbox: Netz‑Rochen (Himantura uarnak)

MerkmalBeschreibung
Wissenschaftlicher NameHimantura uarnak (Reticulate Whipray)
GrößeBis ca. 2 m Spannweite, Gesamtlänge bis ca. 6 m
MusterungDunkle Punkte auf hellem Grund, netzförmig
HabitatSandzonen, Lagunen, Riffe, bis ca. 50 m Tiefe, auch im Roten Meer
VerhaltenTagsüber oft reglos am Boden, nachts aktiv
ErnährungWirbellose Bodenbewohner, kleine Fische
FortpflanzungAplacental vivipar, bis zu 5 Jungtiere
StatusGefährdet (IUCN Red List)

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